Gastbeitrag von Wolf-Martin Riedel
Fotos von Martin Beil/Aschbergschützen
Zunächst versprachen die Prognosen ein heißes Wochenende. Doch rechtzeitig vor der Bowhunter Regionalmeisterschaft Süd in Aschberg-Aislingen zwischen Ulm und Augsburg wurde die anhaltend heftige Hitzeperiode Mitte Juli durch starke Gewitter vertrieben. Und kurz vor dem Austragungsort am Rande des Donautals stürmten diese links oder rechts vorbei. Das war dann am Wettkampftag deutlich zu spüren, denn lediglich ein paar erfrischende Regentröpfchen kamen bei den 170 Schützinnen und Schützen an, während es an anderen Orten teils kräftig geschüttet und gehagelt hatte. Zweifelsohne bestand demnach ein guter Draht zum Wettergott.
Wie überhaupt alles vom 45-köpfigen Team der Aschberg Schützen perfekt organisiert war. Nichts blieb bei deren erstem Turnier für den DFBV dem Zufall überlassen. Das fing schon an bei der strukturierten Parkordnung auf der frischgemähten Wiese, die durch Einweiser festgelegt wurde. Ebenso bei der Anmeldung samt Bogenkontrolle, was zügig über die Bühne ging. Vor der Begrüßungsrede um 10 Uhr blieb dann noch Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und intensives Aufwärmen samt Einschießen auf dem hervorragenden Platz mit Entfernungsangabe, Tierbildern und 3D-Zielen in allen Weiten. Begleitet wurde das Einschießen durch fröhliche Tröten-Signale von den netten Bläserinnen.
Peter Mangold, der Bogenleiter der Region Süd, begrüßte die Bogenschützen aller Klassen freudig und hieß auch einige Gastschützen willkommen, denen er die Besonderheiten noch einmal erklärte. Turnierleiter Jürgen Bunk gab dann den Teilnehmer noch ein paar Tipps mit auf den Weg in den Römerschanze-Parcours.
Exzellent war die Wegführung, und die Fortführung zu den Folge-Zielen war dank extra Pfeilen leicht zu finden. Vor jedem Ziel stand ein extra produziertes Schild mit Foto und Angabe der Tiergruppe. Auf zwei Labestationen mit Dixi-Toiletten konnten sich die Schützen unterwegs versorgen und auch wieder entsorgen.















Und das Wichtigste: die 28 Ziele auf dem Bogenparcours „Römerschanze Aislingen“. Das teils sehr steile Gelände, das die topfebene Donauebene begrenzt, ist schon in der Eiszeit entstanden durch einen Gletscher, der Geröll und Erde zur Seite geschoben hatte. Und zur Deckung vor Feinden hatten die Römer vor rund 2000 Jahren zusätzlich eine Schanze aufgeschüttet. Hier führte der Parcours entlang, die Schüsse rauf und runter oder längs oder darüber – sehr schwer einzuschätzende Entfernungen waren die Folge, der sehr selektive Parcours aber umso schöner. Die Parcours-Bauer hatten oft nicht die maximal möglichen Entfernungen ausgenutzt, was gern zu Fehleinschätzungen mit Schüssen hoch übers Ziel verleitete, und Licht und Schatten verfälschten die Wahrnehmung deutlich.
Manch einer der Schützen, der gewohnt ist, hohe Punktzahlen zu erreichen, wunderte sich am Ende über das Ergebnis, das schließlich nach der Drei-Pfeil- und der Doppel-Hunter-Runde auf der Scorecard zusammengerechnet wurde. Doch machbar war das für alle, selbst von den Schützen mit den schweren Holzpfeilen kamen keine Beschwerden – höchstens über sich selber. Und am Ende gewannen sowieso die besten Teilnehmer – so wie es sein soll.
Dabei ließen es sich die Gastschützen aus anderen Bogenverbänden nicht nehmen, Lob über das faire und freundschaftliche Miteinander statt bissigem Gegeneinander trotz teilweise höchstem Niveau der DFBV-Mitglieder anzumerken.
Wie beim Frühstück war dann auch nach dem Wettkampf die Auswahl der Verpflegung sehr vielfältig. Es gab es Burger, Schaschlik, Pommes, und sogar Vegetarier fanden leckere Nahrung. Zum Schluss die Siegerehrung: Das ging ratzfatz, denn alle Erst- bis Drittplatzierten der jeweils zusammengehörenden Bogenklassen wurden gemeinsam geehrt.
Wir Teilnehmer konnten von der tollen Stimmung, der perfekten Organisation und von einem super Team mit viel Herz-Blut profitieren. Riesendank an alle samt Küche und an die Jugend für leckere Crêpes und Eiskaffee. Sowie an den Fotografen Martin Beil, der direkt nach dem Wettkampf und noch vor der Siegerehrung wundervolle Fotos zum Mitnehmen gegen eine Spende an dieVereinsjugend aushing, die dann auch auf der Website des Vereins veröffentlicht wurden. Wir können hier eine kleine Auswahl davon ansehen. Unbedingt so weitermachen, liebe Aschberger Bogenschützen, das macht Lust auf weitere solch rundum gelungenen Turniere.





