Die EBHC 2026 in Ungarn … 1 Woche mit heißblütigen Lipizzanern und heißgelaufenen Schütz(inn)en

Von Dienstag, 30.06. bis Samstag, 04.07.2026 durften sich die rund 1.200 aus 25 Nationen angereisten Bogensportler/innen auf den ungarischen Parcours der EBHC 2026 in Szilvásvárad im fairen Wettkampf beweisen und der erste Kampf war der gegen die tropische Hitze und Schwüle des diesjährigen Sommers.

Die Eröffnungsfeier im Stadion der Lipizzaner – unter Vorführung des artistischen Könnens dieser wunderschönen Pferderasse und Ihrer Reiter/innen – stimmte schon auf das tolle Event, aber auch auf den gefühlten Glutofen im Stadion unter der prallen Sonne ein.

Das Stadion war auch als Einschießplatz 1 gewählt. Der mit Stofffetzen und Lehm gestampfte Boden sorgte zwar für weniger Pfeilverlust und kontrolliertes Durchrutschen bis zum Ende der Einschießbahn, aber kühlende Schatten warfen nur die aufgestellten Targets und die Schütz(inn)en selbst.

Trotzdem zog die internationale Schützengemeinschaft an den 4 von 5 Schießtagen tapfer in Ameisenkolonne in die jeweiligen Parcours, für ausreichend Wasser war an mehreten eingeplanten Versorgungsstationen Vorsorge getragen worden, aber gerade an den beiden ersten Schießtagen war die Sonne und die Temperatur sicherlich der erste Gegner.

Die gesamt 7 gestellten Parcours boten in den 2 gewählten Geländeabschnitten mit 3 Parcours im vorwiegend bewaldeten Bereich und 4 Parcours im sog. „Marathon“-Abschnitt unterschiedliche Anforderungen. Während die technischen Gruppen vorwiegend im Wald unterwegs waren, erlebten die visierlosen Schütz(inn)en die für Ungarn so typische „Puszta“, eine sehr oft schattenlose Grassteppe mit vereinzelten Waldanteilen.

(Weitere Bilder findet Ihr in der Galerie)

Eine tolle Landschaft, die aber auch hohe Anforderungen an die Physis aller Sportler/innen stellte. Nicht umsonst forderte der Veranstalter zu Tagesbeginn die Teilnehmer/innen auf, auf ausreichendes Trinken aller Mitschütz(inn)en zu achten. Wasserläufe zum Abkühlen suchte man in der Landschaft vergebens, Backstopps waren aber nach allgemeiner Ansicht gut und oft unauffällig gestellt, wenig Pfeilverlust war eine sehr begrüßte Folge.

Eine bunte internationale Mischung auch an Targets bot Anspruch und Abwechslung; vom Eisbären und Pinguin über Krokodil und europäisch einheimische Tiere, bis hin zu überdimensionierten Fröschen war alles vorhanden.

Der DFBV war mit 308 Teilnehmer/innen der stärkste nationale Verband, gefolgt von Österreich (163 TN/innen) und der Schweiz (96 TN/innen).

Die Ungarn selbst waren nur mit 77 Sportler/innen im eigenen Land vertreten.

Mit Blick zurück auf den DFBV dürfen wir zur EM Bowhunter in 2026 erneut tolle Erfolge verzeichnen mit folgenden Einzel-Medaillen für GER:

  • 23x Gold,
  • 17x Silber,
  • 16x Bronze

und bei den Teams noch

  • 2x Gold,
  • 3x Silber
  • 3x Bronze.

Und natürlich gab es auch sehr viele weitere Top-Platzierungen unserer Teilnehmenden.

Die Siegerehrung am Sonntag in der Festhalle war straff organisiert, trotzdem haben sicher einige der von weit weg angereisten Sportler/innen bereits den Heimweg angetreten. Aber das tat der Feierlaune der Anwesenden keinen Abbruch und sehen wir die Preisgestaltung des Caterers mit 13€ für eine Bratwurst und 8€ für ein Bier mal als den Versuch an, einen letzten bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Die Versorgung rund um den Wettkampf im Parcours war völlig im Rahmen und so werden viele diese heißblütige EBHC in Ungarn in ungetrübter und bleibend guter Erinnerung behalten.

Und der DFBV gratuliert allen Schützinnen und Schützen herzlichst zu dem starken Auftritt, den tollen Ergebnissen und dem gezeigten Teamgeist des DFBV-Teams vor Ort.

Aktualisiert am 07.07.2026 / 21:28