Feldbogenliga startet mit frischen Temperaturen in Kopp

Die Temperatur-Anzeige meines Autos steht auf -2 Grad, als ich am Samstag, 21.03.2026 gegen 08.00 Uhr vor dem Archeryhotel in Kopp/Eifel aussteige und merke, dass die letzten milden Frühlingstage im Rheinland mich kleidungsmäßig wohl für heute etwas zu optimistisch gestimmt haben.

Tiemo Wolff, der Inhaber des Archery/Wolffhotel und Veranstalter des 1. Feldbogenliga-Turnieres der Saison 2026 stellt gerade das Hinweisschild zur Anmeldung raus und lächelt, als er mich frieren sieht.

Heißen Kaffee und belegte Brötchen gibt es aber zum Glück schon jetzt im Blockhaus nebenan, Strichliste und spätere Bezahlung läuft auf Vertrauensbasis.

Eine recht kleine Gruppe von Teilnehmer(inne)n geht heute an den Start, erfreulicherweise sind auch (so wie ich) einige Feldbogen-Neulinge darunter; der sportliche Anspruch an das nötige Präzisionsschießen im Bereich Feld und Jagd reizt auch mehr und mehr die klassischen Bowhunterschützinnen und -schützen und ich merke, – besonders in der ersten von 2 Runden – dass dies eine echte Herausforderung darstellt.

4 Feld-, 4 Jagd- und 4 Tierbildscheiben sind auf einer 12er-Runde heute 2x zu durchlaufen, im steten Wechsel, so dass es auch ja nicht zu einer Gewöhnung kommt.

Der Parcours rund um das Archeryhotel ist mit reichlich Bergauf- und Bergabpassagen gestellt und die 12er-Runde schaffen wir tatsächlich erst in gut 3 Stunden, Trittsicherheit auch auf den kleinen schmalen Plankenbrückchen zu mehreren Bachüberquerungen ist dabei schon notwendig.

Die erste der beiden Runden zeigt mir deutlich auf, dass 4x „auf den Punkt treffen“ auf Entfernungen zwischen 10 m (20 cm-Auflage) bis 60 m (65 cm-Auflage) einer anderen Kopf-Einstellung bedarf, als beim 3D-Target, zumindest in meiner Bogenklasse des TRB.

Oft sitzt der 1. Pfeil gut, dann geht es überraschenderweise schlechter, obwohl die Entfernungen ja bekannt sind und die Reproduktion des ersten Schusses besser laufen müsste.

Konzentration auf 4 identische Schüsse scheint doch ein eigener lohnender Trainingspart zu sein.

Die 2. Runde ist dann mal meine persönliche Tages-Challenge und Gelegenheit, mir selbst gegenüber meinen Ruf als „Bowhunter“ zu bewahren.

Tatsächlich gelingt es mir dann auch, mit vielmehr Zeit, Ruhe und Bewusstheit am Pflock, jeden Schuss als „neue Aufgabe“ zu sehen und meine Konzentration deutlich länger am Pflock hoch zu halten.

Eine „mehr als Verdoppelung“ meiner Punkte ist Ergebnis und für mich persönlicher Erfolg bei diesem Ausflug ins Feldbogenschießen.

Die nächsten „FBL“-Turniere, die „Regionalmeisterschaft“ und dann auch als Saison-Ziel die Teilnahme an der „Deutschen Meisterschaft Feld und Jagd“ werden zeigen, ob es mir gelingt, ein guter Bowhunter- UND ein guter Feldbogen-Schütze zu sein.

Das Finale der „Feldbogenliga“, sowie die sich am Folgetag anschließende „DM Feld und Jagd“ finden am 11.-14.06.2026 statt; passenderweise wieder beim Ausrichter Tiemo Wolff im Archeryhotel in Kopp.

So schließt sich dann der Kreis und ich bin sicher, dass das Gelände und die Parcoursgestaltung allen Herausforderungen an die Kunst unserer DFBV-Bogenschützinnen und -schützen und somit einem tollen FBL-Finale und einer großartigen DM F&J gerecht werden wird.

Ich freue mich schon jetzt darauf!
Euer Fachwart Presse im DFBV